Wir sind die einzige Gang im Kiez! SV03 for life. Watch your back!
Samstag, 17. März 2012
Mittwoch, 7. März 2012
Mokum Boys Club
Follow them on Tumblr! They do amazing 3-day-sets at Berghain. Since 1947 and they still look fresh.
"God damn, how real is this?" (ASAP Rocky)
Paul auf Ijburg? Awesomeness.
Fotos von meinem Bruder.
Master(oftheuniverse)arbeit
Mein Studium ist bald zu Ende - leider. Als nächstes würde mir jetzt eigentlich ein Philosophiestudium gut tun, also etwas mit Substanz um später einmal noch reicher zu werden. Saustinkreich! Billionaire Philosophers Club! Meine auf den Bahamas zugelassene Yacht wird dann Sokrates heissen und ich höre den ganzen Tag Soft Rock und steuere die Häfen der Vernunft an um kurze Zeit später wieder in die Weiten des undurchschaubaren, mächtigen Unbewussten zu segeln. 30 Punkte habe ich ja schon aus dem Bachelor, also sind es nur noch läppische 90 ECTS bis zum Stardom-Bachelor plus 60 ECTS in Psychologie. Den Master würde ich mir vielleicht sogar schenken - wenn der Vodka Cranberry fair genug ist.
Seit Januar schreibe ich meine Masterarbeit, so sieht es aus. Worum geht es? Um die Governance der Berliner Clubszene. Ich betrachte also Clubs für elektronische Musik in den Berliner Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg und analysiere sie im Spannungsfeld von Politik und Stadtentwicklung. Weshalb? Weil ich so auf die Gästeliste komme, ja göttlich.
Ich schweife ständig ab, liegt wahrscheinlich an der Güte des Kindness-Debütalbums, das ich mir gerade anhöre. Tatsächlich ist es so, dass die von mir untersuchten Clubs zur sogenannten Kreativwirtschaft (Creative Industries im Englischen) gezählt werden. Diesem Wirtschaftsbereich, und damit auch den Clubs, wird ein beträchtliches Potential für städtische Entwicklung zugeschrieben. Potentiale, die so vielfältig wie teilweise umstritten sind. Man lese hierzu u. a. Charles Landry oder Richard Florida, um nur die beiden bekanntesten Autoren zu nennen. Mit der Kreativwirtschaft verbindet man aber auch "neue" Arbeits- und Gesellschaftsformen. Alles nebensächlich jetzt.
Im Grunde ist es so, dass Berlin das weltweite Zentrum für elektronische (Club-) Musik ist, die Clubs wie wahrscheinlich überall auf der Welt jedoch ständig unter Druck stehen. Ich untersuche nun wie die Clubs, gewisse Intermediäre, Politiker und Behörden (Wirtschaftsförderung, Stadtplanung etc.) agieren, denken etc. und wie sie miteinander in Beziehung stehen. Dies kann man erstmal einfach analysieren. Darauf aufbauend werde ich jedoch auch noch normative Aussagen treffen; also zu erläutern versuchen, welche Strategien, Regelungen und Beziehungsformen die lokale Clubszene realistischerweise stärken könnten.
Heute hatte ich meine ersten Interviews: mit einem legendären Clubbetreiber sowie mit einem Leiter eines Netzwerks von Berliner Clubs. Wenn ich nicht Leute interviewe, sitze ich jedoch meistens in der fabelhaften Bibliothek der Humboldt-Universität. Es gibt davon natürlich mehrere, die Geographie ist jedoch auf dem randstädtischen Campus Adlershof angesiedelt. Die Lage ist zwar relativ lausig, die Einrichtung lässt - zumindest bei mir - jedoch kaum Wünsche offen. Ich kann hier kostenlos eine Arbeitskabine mieten, in welcher es sich wie in einem Büro arbeiten lässt.
Wenn ich meinen Kopf anhebe und zum Fenster richte, was tatsächlich oft geschieht, erspäht mein Blick die Schönheit einer kargen Betonwand. Da ich aber in Berlin sitze, ist sogar diese Wand historisch interessant. Sie gehört zu einem Windkanal aus den 1930er Jahren, der damals Teil der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt war. Direkt vor meinem Fenster befindet sich auf dieser Wand eine in russischer Sprache angebrachte Inschrift: "Kontrolliert, keine Mienen" - die Rote Armee war dann also 1945 auch da, und hat einiges mitgenommen wie man hört.
Ich will mich jetzt nicht übermässig rühmen - das gehört sich nicht, auch wenn es gerechtfertigt wäre -, aber wenn ich um 9.30 Uhr in die Bibliothek komme und meinen Arbeitstag endlich beginne, sieht es im zentralen Lesesaal oftmals noch so aus:
Ich weiss die orthodoxe Andacht der Bibliothek in Adlershof sehr zu schätzen. No hipsters, no catwalk, no distraction. Just nerds, "monkalikes", or emptiness (Kult: ich verwende das Oxford-Komma!). Und meterweise Regale mit ukrainischen und russischen Büchern über Mathematik (P.S.: die Humboldt-Universtität war während der Deutschen Teilung die Hochschule der DDR, und da denkst du tatsächlich, die hätten angelsächsische Bücher gehabt, haha, nein! Heute gibt es einige wenige, haha.).
Wenn das nur gut kommt mit dieser Abschlussarbeit.
Sonntag, 4. März 2012
SV Babelsberg International
Gestern Samstag war ich, ganz Mode- und Schönwetterfan, endlich wieder bei einem Spiel des SV Babelsberg 03. Leider gibt es über das Spielgeschehen kaum etwas zu berichten. Ich kann mich, ehrlich gesagt, an keine einzige gefährliche Torchance der Gastgeber erinnern und auch der Spielaufbau hatte im wahrsten Sinn des Wortes Sand im Getriebe; 3. Liga Glamour. Die Gäste aus Chemnitz wiederum verzeichneten immerhin einen Lattenschuss. Zu mehr reichte es aber, erfreulicherweise, auch ihnen nicht. Wer nun 1 und 1 zusammenzählt weiß, dass daraus 0 und 0 resultiert. Herrlich logisch, nicht wahr?
Interessanter war es auf den Rängen. Diese Globalisierung ist einfach bemerkenswert: sie erreicht heutzutage - Vladimir Putin mag es immer noch nicht glauben - nicht nur russische Städte und Steppen (Gott segne sie!), sondern auch die Niederungen des europäischen Fussballs. Auf der Babelsberger Nordkurve hört der gepflegte Biertrinker die folgenden Sprachen gegrölt: Italienisch, Französisch, Englisch, Spanisch und, ohne Kohl, Deutsch! Und ich spreche nicht von den Sprachen der Zuschauer, die sprechen meines Ermessens alle Deutsch oder eine dieser Sprache verwandte Ausdrucksweise. Ich spreche von den Chorälen der Fans.
Aber eben, die Kurven werden ja auch kaum mehr von Kutten dominiert. Die sucht man im 152. Todesjahr meines geliebten Schopenhauers vielerorts vergeblich. Heute stehen nach Italien schielende Ultras neben von England inspirierten Casuals, Hools und Fools. Und mittendrin: die von Südamerika träumenden Pazifisten und Antifaschisten. Nur eins erklärt sich mir einfach nicht auf Anhieb: weshalb um Himmels Willen Französisch? Ist es die Revolution? Ist es vielleicht die Liebe zum französischen Duschen? Oder gar die Hoffnung auf Francois Hollande, der, ich kann es kaum fassen, nur noch halb so schwer ist wie damals, als er noch mit Ségolène verheiratet war. Und noch was: warum kein Russisch? Ist das vielleicht auf der Ostkurve en vogue? Davai 03! Und beim nächsten Mal sollte ich vielleicht auch ein Berner Lied anstimmen.
Aus den Stadien in Italien oder England oder Russland kenne ich diesen babylonischen Sprachenknäuel nicht. Dort singt man, wenn ich mich nicht irre in meinen greisen Tagen, einfach in der Landessprache. C'est tout. Ich kenne das sonst nur aus der Schweiz, und dort fand ich es verständlich weil wir so ein kleines und daher oftmals auch nach außen orientiertes Land sind. Wir müssen uns Inspirationen quasi aus dem Ausland holen, oder sie werden durch Immigration zu uns gebracht, v. a. aus Italien. Aber warum singt Babelsberg in fünf Sprachen? Wie dem auch sei, gestern gegen Chemnitz war diese kosmopolitische Kurve auf jeden Fall besonders wohltuend. Und dann hing dort im Westen auch noch ein Banner der Bulldogs vom GCZ. Oje.
Leider habe ich keine Fotos. Das Spiel war wie gesagt nüscht. Aber die teilweise herrlichen Leute hätte ich gerne fotografiert. Habe mich aber nicht getraut und deshalb gibt es jetzt fünf zufällige Fotos und drei göttliche Listen.
Drei Mixes die ich gerade höre: Bossa Nova and beyond from Brazil, Soft Rock und Yachtness aus den USA sowie Bass Musik von der Insel.
Drei Tumblrs: Substance, Minimal Me und Newy-rk.
Zur Förderung hypnagogischer Erfahrungen oder zum Spliff oder so, mir egal: Grouper, Big Deal, Washed Out.
Sonntag, 26. Februar 2012
Treptower Klause
Unser Viertel Alt-Treptow ist, man muss es zugeben, wahnsinnig langweilig. Nichts geht hier; oder noch nicht, müsste ich sagen, wenn ich denn bei einem Trendmagazin arbeiten würde oder mein Blog für Szenemenschen schreiben würde. Treptow ist im Kommen! Jein. Denn trotz aller alternativ-kulturellen Ödnis bestätigen Ausnahmen die Regel. Und diese Ausnahme kennt man hier als Treptower Klause, ein kleines aber feines Restaurant an der Karl-Kunger-Strasse.
Gestern waren wir dort essen, und das ist eine Notiz wert wie ich zu meinen geneigt bin. Wann geht schon jemand in Treptow essen? Wann fährt jemand für Badeferien in die Schweiz? Eben, niemand, niemals. Solche Geschehnisse von der Art eines Schwarzen Schwans sind höchst bemerkenswert. Auch wenn es hier, übrigens und unter anderem, auch einen Mexikaner gibt, der meistens sogar ziemlich gut besucht ist. Aber ich vermute, dass die Gäste beim Mexikaner Vorstädter sind, die hier am Wochenende essen kommen und dann zu Hause erzählen, sie hätten sich ins Berliner Nachtleben gestürzt - in einem stilvoll mit Plastikpalmen eingerichteten Restaurant mit Cocktails für 2,40 Euro etwa. Das geht völlig in Ordnung, klar. Ich stehe sogar insgeheim ja auch auf Kitsch und Trash, aber die Erläuterung dieser zunehmend ans Tageslicht tretenden Neigung führt jetzt zu weit.
Die Treptower Klause wird im Internet von Gastrokritikern schon mal beschrieben als Enttäuschung - was das Interieur betrifft, wohl verstanden. Wahrscheinlich fehlen die Palmen. Uns gefiel sie ausgezeichnet, diese reduzierte aber nicht abweisende, klassische aber nicht spiessige Raumgestaltung. Dazu liess die Gastgeberin Jazzmusik ertönen; Jazz der sehr ansprechenden und ungefähr folgenden Sorte:
Ist dieses Jazzstück nicht himmlisch, by the way? Nun, nicht nur Interieur und Musik wussten zu gefallen, sondern ebenfalls die Kernkompetenzen eines Restaurants überzeugten uns: Küche und Service. Wir gönnten uns, zur Feier des Lebens würde ich sagen, zuerst Aubergineninvoltini mit Walnussfüllung, Ziegenkäse und Kirschtomaten. Als Hauptspeisen folgten einmal ein gebratenes Filet vom Kabeljau mit Beilagen sowie einmal das Gulasch vom Uckermärker Weiderind mit Kartoffelgnocchi. Für Nachspeisen hatten wir, trotz vernünftigem Preis-/Leistungsverhältnis (schreckliches Wort eigentlich!), kein Geld mehr.
Dafür liessen wir uns noch Wein kredenzen. Und damit kommen wir auch schon zur Güte des Service, denn wir liessen uns unsere Weine entsprechend der Hauptgänge empfehlen. Mir wurde zu meinem Gulasch ein sizilianischer Nero d'Avola, genannt Colosi, angeraten. Und dieser Wein: wundervoll! Ich habe mir gleichen Abends nach ein paar Gläsern Grappa noch ein paar Flaschen bestellt zum vorzüglichen Preis von 7,19 Euro pro Flasche. Ein Rotwein mit 90 Parker-Punkten für 7,19, das ist vermutlich einer der höchsten Return-on-Investments meiner noch jungen aber doch schon erfahrungsreichen Karriere als Investor. Lasse auch du dich beliefern, hier. In den deutschen Supermärkten kriegt man kaum vernünftigen Wein.
Auch abgesehen von der Weinempfehlung wusste der Service durch dezente Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und ein Mangel an Blasiertheit sehr zu gefallen. Nur zwei kleine Punkte würde ich ausgesprochen verhalten kritisch äussern wollen. Erstens würde, wie so oft in Deutschland, die Hälfte des Öls für die Vorspeise ausreichen. Gestern in der Klause war es bei weitem nicht tragisch; im Unterschied etwa zu letztem Frühling auf der Ostseeinsel Usedom, wo mir fast das Herz stehen blieb beim Anblick von in Öl ertrunkenem Fisch auf meinem Teller. Zweitens würde der Treptower Klause mit ihrem Stil meines Erachtens ein Fokus auf saisonale Produkte sehr gut zu Gesichte stehen. Klar: Paprika, beziehungsweise Peperoni wie ich sie zu nennen pflege, schmeckt gut und verleiht Farbe, aber ich persönlich mag es sehr, im Februar etwas der Jahreszeit entsprechendes zu essen und mich auf die sommerlichen Gemüsesorten zu freuen. Alles zu seiner Zeit. Aber das ist natürlich kein wirklicher Kritikpunkt, sondern eher ein Gedankenanstoss vielleicht.
Nichtsdestotrotz kann man in Treptow einen sehr schönen gastronomischen Abend verbringen!
Samstag, 25. Februar 2012
Cityscapes: Cairo
Mein Kumpel Renard war auf einem Fieldtrip in Ägypten. Er hat ein paar ausgezeichnete Fotos gemacht.
Mittwoch, 22. Februar 2012
Bilder einer Ausstellung
Fotos von fünf Bildern aus einer aktuellen, sehr zu empfehlenden Berliner Retrospektive. Ich mag den Künstler sehr. Es gibt auch einen sehenswerten Film über ihn aus dem Jahr 2011.
Sonntag, 12. Februar 2012
Freitag, 10. Februar 2012
Get Deep
Ich bin oft mit der Berliner S-Bahn unterwegs. Dabei lese ich den Economist oder ich höre Musik - entweder oder, in der Regel. Dies sind drei aktuelle elektronische DJ-Mixes, die mich dabei durch das winterliche Berlin begleiten. Ich lasse die Musik unkommentiert für sich sprechen.
Im Wedding mit John Osborn.
Am Ostkreuz mit Edward.
Freitag, 3. Februar 2012
Trouw Amsterdam
Früher - von 2002 bis 2004 im Wesentlichen - haben wir, ein abartiges Kollektiv von vier oder fünf Burschen, legendäre Clubtouren durch die halbe Schweiz organisiert. Darüber haben wir auf unserer massiven Underground-Webseite jeweils berichtet. Dazu gab es Fotos von Menschen, die ihren Verstand verlieren, aus dem Club getragen werden, massive Raketen zünden oder drei Biere gleichzeitig trinken.
Diese Zeiten sind mehr oder weniger vorbei - und das ist auch gut so. (Belanglose Anmerkung: Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit würde jetzt sagen "Ich bin schwul, und das ist auch gut so!" Das klingt, zugegeben, schon besser als meine lapidare Aussage; aber nicht alle haben soviel zu bieten, das muss ich einsehen.) Ausgehen tun wir, in ähnlicher Gruppierung, jedoch noch immer ab und zu - wenn wir nicht eine Zigarre rauchen im Edelrestaurant oder um 22 Uhr im temperierten Wasserbett liegen, der Hüfte wegen.
Letztes Wochenende waren wir nun beispielsweise im Club Trouw in Amsterdam. Das war eine Nacht, die es wieder einmal so richtig in sich hatte. Ich will deswegen ein paar Bemerkungen dazu machen und das Lokal gleichzeitig mit Nachdruck empfehlen!
Nach der Show im Casa Rosso und einem Bier gegen den Durst nahmen wir also das Taxi in den Oost der Stadt. Der holländische Taxifahrer war ein Affe, er fuhr Umwege. Herrlich wie wir sind, haben wir das natürlich gemerkt, ihm aber trotzdem nichts gesagt und dem Driver noch mit einem Trinkgeld die Krone aufgesetzt. Der arme Teufel soll auch ein Erfolgserlebnis haben. Das Trouw liegt nun in derjenigen Ecke Amsterdams, die aussieht wie Berlin: streng. Aber wir mögen streng, klar. Kommen ja auch von den Bergen her, wo auch die Ställe streng riechen. Von ebensolcher Art (streng meine ich, nicht riechend) war dann allerdings auch die Warteschlange vor dem Club, trotz bereits im Internet gekauften Einlasskarten.
45 Minuten später war ich grantig, unterkühlt und zermürbt, dachte das wird nichts mehr. Wir haben uns dann aber urschweizerisch auf unsere Kernkompetenzen besonnen und gleich Wodka bestellt. Und Bier, alles immer gleichzeitig und engagiert, wie die Banker am Paradeplatz und die Kuhhirten auf der Alm. Dazu dann auf der oberen Tanzfläche UNDERGROUND RAW TECHNO, zu diesem Zeitpunkt vermutlich vom Berliner Lucy. I like that thug, dank u wel!
Die meiste Zeit verbrachten wir aber auf der unteren Tanzfläche im Keller des Gewerbe-/Industriekomplexes. Dort unten hatte das feine holländische Label Rush Hour einige Plattenleger aufgeboten, darunter den ebenfalls aus Berlin angereisten Hunee. Dieser Mann asiatischer Abstammung gehört zu meinen Favoriten hier in der deutschen Hauptstadt - und er zeigte mir auch im Trouw wieder, weshalb das so ist: he's got the soul! Wir gingen ab. Und das schöne ist: wir waren nicht alleine! Womit wir, neben der Musik, zum zweiten entscheidenden Punkt kommen hinsichtlich der Erzeugung einer großartigen Atmosphäre: dem Publikum. Die Holländer - es hatte dem Anschein nach wenige Touristen im Trouw - waren locker, feierfreudig, stilvoll und in der Regel ohne anstrengende Hipsterallüren, kommunikationsfreudig, begeisterungsfähig und ab und an sogar richtig gutaussehend (was man sonst, ihr wisst es alle, eher über die Schweizer zu sagen pflegt, zumindest hinter vorgehaltener Hand).
Wie dem auch sei, ich mag jetzt nicht mehr schreiben. Höre Miles Davis und das verlangt mehr Aufmerksamkeit. Doch, noch kurz zwei Dinge. Erstens: Die industrielle Architektur war sehr schön, die räumlichen Rahmenbedingungen demnach auch der positiven Atmosphäre dienlich. Ich stehe ja diesbezüglich mittlerweile (oder momentan?) eigentlich mehr auf eine andere Raumgestaltung, aber hier war es völlig in Ordnung. Man ist ja offen, wenn man die Sommerferien im Kuhstall verbringt. Zweitens: um 5 Uhr war leider Schluss. Das ist ja in Ordnung, brenzlig wird es bloss, weil dann alle gleichzeitig an die Garderobe strömen. Ich bin Maradona noch jetzt dankbar, dass ich im Gedränge nicht fast erstickt bin. Das war grenzwertig. Aber da die Holländer auch hier locker blieben ging das.
Fazit über das Trouw, in den Worten meines Begleiters Marcel (seines Zeichens aufstrebender Private Banker): "Das Einfache können sie nicht, das Unmögliche ausgezeichnet." Der Mann hat recht.
Anbei noch ein paar Fotos der Trouw-Partyboys. Ok!
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