Dienstag, 17. Mai 2011

Garten Eden





Wieder einmal zu Hause im Berner Oberland, wunderbar.

Everybody loves flowers!







Fotos aus einem Berner Oberländer Garten am Morgen des 16. Mai 2011.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Stadterneuerung: Rheinauhafen Köln

Einer der letzten Blogposts bezog sich auf den Medienhafen in Düsseldorf, ein typisches reurbanisiertes Industriehafenareal in einer europäischen Stadt mit Wasserzugang. Wenn man bedenkt, dass Düsseldorf Erzfeind des nur wenig südlich und ebenfalls am Rhein gelegenen Köln ist, dann scheint die einzige logische Schlussfolgerung zu sein: in Köln muss es mindestens ein vergleichbares, wenn nicht sogar grösseres derartiges Reurbanisierungsprojekt geben. Und siehe da: es gibt den Rheinauhafen.

Ich werde den Eindruck nicht los, dass in der heutigen Zeit jede Stadt ein solches Aufwertungs- und in diesem Sinne Prestigeprojekt realisieren muss, sofern sie nicht den Anschluss verlieren oder unbeachtet im Schatten vergleichbarer Städte stehen will. Es geht um Standortmarketing und das sich daraus ergebende Teilziel der Ansiedlung im weitesten Sinne kreativer Unternehmen. Mir sollen diese Entwicklungen prinzipiell recht sein, denn erstens finde ich diese Gebiete städtebaulich interessant, und zweitens werden sie, da sie alle in einem kurzen Zeitraum gebaut werden, rückblickend eine wahrscheinlich gut zu überblickende Phase europäischen Städtebaus darstellen.

Wie dem auch sei. Einen ersten Blick auf den Rheinauhafen erhascht man idealerweise von den rechtsrheinischen Pollerwiesen aus. Die Leuchtturm-Projekte dieses ehemaligen Industriehafens sind nicht zu übersehen:


Diese drei Gebäude aus der Feder von Bothe, Richter und Teherani Architekten sollen, und dies gelingt ihnen meiner Meinung nach auch ganz gut, an industrielle Hafenkräne erinnern. Im nördlichsten der drei Gebäude (im Bild rechts) befinden sich Sozialwohnungen (kleiner Scherz am Rande, haha - es handelt sich vielmehr um Luxuswohnungen), ansonsten füllen Büros die Räumlichkeiten. Eine Nahansicht ergibt folgendes Bild:


Der Rheinauhafen besteht jedoch nicht nur aus den drei Kränen, sondern ebenfalls aus einer Vielzahl anderer, oftmals durchaus ansprechender Gebäude. So betreibt beispielsweise auch Microsoft seinen Sitz für NRW auf dem Areal und es gibt etliche interessante Wohngebäude, wie die im folgenden Foto abgebildete Wohnwerft:


Alles in allem würde ich nach Betrachtung der beiden Konkurrenten Rheinauhafen und Medienhafen in Düsseldorf zu einem Punktesieg zu Gunsten des Kölner tendieren. Aber das liegt vielleicht daran, dass ich den 1. FC supporte...

Köllsche Sternstunden

Ein Vorschlag für einen schönen Tag in Köln:

Den Tag starten wir, selbstverständlich nach einem ausgedehnten Frühstück mit Kaffee, beispielsweise auf der Aussichtsplattform des leider mit dem unsäglichen Namen KölnTriangle belasteten Hochhauses. Von hier oben und unter freiem Himmel stehend erschliesst sich einem die Stadt Köln ein erstes Mal ganz wunderbar. Nicht zu übersehen ist auch der auf der anderen Seite des Rheins gelegene berühmte Kölner Dom, Paradebeispiel etwas plumper aber natürlich umso gewaltigerer gotischer Architektur.

Diesen Monumentalbau besichtigen wir anschliessend auf einer Architektur- und Bedeutungsführung. Ein Highlight ist dabei sicherlich das provokative zeitgenössische Kirchenfenster des bekannten Künstlers Gerhard Richter. Spätestens nach dieser Kontroverse ist die Zeit reif für ein erstes, ehrliches und frisch gezapftes Kölsch. Ich empfehle ein Gilden.


Wir verlassen nach dieser Stärkung das meines Erachtens nicht weiter sehenswerte Zentrum und bewegen uns in westlicher Richtung. Ziel: einer der besten Plattenläden der Welt an der Werderstrasse 15: Kompakt!


Wer hier nicht fündig wird sollte ärztliche Beobachtung in Betrachtung ziehen. Viel wahrscheinlicher ist jedoch die Notwendigkeit ärztlicher Beobachtung aufgrund apokalyptischer Hamsterkäufe. Wer ein einzelnes Produkt mitnehmen will, der möge die "Nah und Fern"-Zusammenstellung von GAS alias Wolfgang Voigt auswählen; ein echtes Stück zeitgenössischer Kölner Musikgeschichte - Ambient (Techno) at it's very best.

Nun ist die Zeit gekommen, der Stadt für einen Augenblick zu entfliehen. Wo lässt sich dies besser umsetzen als im nahen und bezaubernd stilvollen Stadtgarten?



Am Ende dieses klassischen Stadtparks findet der Mensch von Welt dann einen prächtigen Biergarten. Hier dürfte das zweite Kölsch des Tages fällig sein.


Nach den ausgedehnten Stadtwanderungen, zuletzt nun durch das angesagte aber trotzdem entspannte Belgische Viertel, landen wir schlussendlich am Brüsseler Platz im (Bio) Restaurant mit dem passenden Namen Guten Abend. Von der aktuellen Frühlingskarte empfehle ich die Spargel-Zitronen Pasta mit frisch geriebenem Parmesan, feinen Kirschtomaten und ein wenig Rucola. So nimmt ein Tag Kölscher Vita ein würdiges Ende.

Cityscapes: Köln





Stadterneuerung: Medienhafen Düsseldorf

Düsseldorf ist heute beispielsweise bekannt als wichtiger Standort für Finanzdienstleistungen, Mode und Kunst. Bei den Rankings von Mercer für die Städte mit der höchsten Lebensqualität weltweit rangierte die Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen im Jahr 2010 auf Rang 6. Etwas weniger bekannt dürfte die Tatsache sein, dass Düsseldorf als Stadt am Rhein auch über Industriehäfen verfügt. Wie in vielen anderen Städten auch werden diese Häfen gegenwärtig teilweise reurbanisiert und neu entwickelt.

Quelle: Stadt Düsseldorf

Aktuelles Beispiel in Düsseldorf ist der sogenannte Medienhafen. Gedacht als Standort für die in Düsseldorf ebenfalls wichtige Medienbranche, beherbergt das Gebiet heute zudem v. a. auch Beratungs- und Anwaltsfirmen sowie Modenfirmen. Ergänzt werden sie durch Hotels und Gastronomiebetriebe sowie möglicherweise einige wenige Wohnungen.

Das bekannteste Gebäudeensamble (oben rechts im Foto) stammt vom nordamerikanischen Architekten Frank O. Gehry: es handelt sich dabei um den dekonstruktivistischen Neuen Zollhof. Sehr spannend!

Ein weiteres, meines Erachtens gelungenes Gebäude ist das sogenannte Colorium vom Londoner Büro Alsop. Wie die Gehry-Bauten ist ein typischer Vertreter des Landmark-Trends, welcher wahrscheinlich in allen reurbanisierten Hafengebieten bemerkbar ist. Keine städtebauliche Entwicklung ohne für das Stadtmarketing verwertbare Leuchtturm-Projekte!

Wenn ich das nächste Mal in Düsseldorf nächtige, werde ich wohl eine Suite mit Hafenblick im Hyatt beziehen wollen (unten rechts im Foto).


Cityscapes: Ruhrpott






P.S. Der Homie auf dem untersten Foto ist der neue König aus'm Pott. Er gehört ganz klar zur Cityscpape, denn er rappt auf Deutsch, Türkisch, Englisch und Russisch - wenn es sein muss. Im Nebenerwerb verkauft er unter anderem Autoradios und Handies. Nichts geht im über ein Duisburger König Pilsener; "ein König für den König" pflegt er in den Trinkhallen des Potts zu sagen. Ab und zu schlägt er ein paar Leute. Sein Vorbild ist Toni F, der grösste MF hustler von ganz Bern MF city! Klar: Er ist wichtig mann, wie Gott.

Duisburger Freunde






Montag, 2. Mai 2011

Cityscapes: Shanghai






Die Fotos - aufgenommen von verschiedenen Fotografen - stammen von skyscrapercity.com.

Dienstag, 26. April 2011

Farben des Frühlings

Während draussen ein heftiger Regenschauer die Berliner Luft reinigt, versuche ich für meine anstehende Masterarbeit die Software EndNote zu begreifen... Ein ausgesprochen unterhaltsames Unterfangen - sofern man der Streber unter den Nerds ist. Ich bin zwar nerdig, ja, aber bei weitem kein Anführer dieser Spezies. Deshalb lasse ich mich zwischendurch gerne von den Farben des Frühlings oder dem Genuss eines Stücks traditionellen Osterfladens ablenken:




Und damit die ganze Angelegenheit auf Dauer nicht zu langweilig wird, gönne ich mir zur Erheiterung ebenfalls den neusten Keep-It-Deep-Mix von Agent Schwiech. Pretty honest House and Techno...

P.S. Dieser Blogpost fällt nun wohl definitiv in die Kategorie "Sinnfrei von Gnaden". Aber wie gesagt, EndNote verträgt durchaus ein wenig Ablenkung. Ist heute Abend nicht noch Champions League? Verflucht ist es staubig hier, sollte unbedingt staubsaugen. Warte nur du erbärmliche Fliege wenn ich dich kriege. Und mein Magen knurrt schon wieder. Ach, schön. Schebegäil.