Berlin Minus: Ich lebe nun schon seit mehr als einem halben Jahr in dieser Stadt. Trotzdem ging ich gestern alleine aus. Das ist irgendwie bedenklich. Will ich etwas Interessantes erleben bleibt oft nicht viel anderes übrig als eine Tour auf eigene Faust – Ausnahme:
Mittwoch, 19. Mai 2010
Berlin Plus/Minus
Berlin Minus: Ich lebe nun schon seit mehr als einem halben Jahr in dieser Stadt. Trotzdem ging ich gestern alleine aus. Das ist irgendwie bedenklich. Will ich etwas Interessantes erleben bleibt oft nicht viel anderes übrig als eine Tour auf eigene Faust – Ausnahme:
Samstag, 15. Mai 2010
Stadterneuerung: HafenCity Hamburg
Das erste neue Hafenbecken auf dem Grossen Grasbrook, der Sandtorhafen, entstand 1866. Der Ausbau der Seeschiffhäfen am nördlichen Elbufer dauerte jedoch bis 1887 fort. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die ehemals modernen Dampfkräne durch neuartige Elektrokräne ersetzt. Darin erschöpften sich jedoch die Modernisierungen, denn aufgrund der geringen Wassertiefe waren die Häfen ohnehin nur noch für kleinere Schiffe geeignet. Die grossen Fische landeten zunehmend weiter westlich oder am südlichen Ufer der Elbe, der Grosse Grasbrook verlor an Bedeutung.
1997 wurde dann öffentlich bekannt, dass die Umschlags- und Lageranlagen aufgegeben oder verlagert würden. Das 157 Hektar grosse Areal (davon ein Drittel Wasser) sollte nach einem Masterplan zu einem gemischten Wohn- und Dienstleistungsviertel mit 40‘000 Arbeitsplätzen und zirka 12‘000 Bewohnern entwickelt werden. Dabei wird die Bebauung dem Masterplan entsprechend und aufgrund der dortigen Nachbarschaft zur Innen- und Speicherstadt von Westen und Norden her realisiert.
Das Leuchtturm-Projekt in der HafenCity ist zweifellos die werdende (Eröffnung 2012) Elbphilharmonie! Was Jorn Utzon für Sydney sollen nun also die beiden Basler Herzog & de Meuron für Hamburg erschaffen. Selbstverständlich kommt man in der Gegenwart jedoch nicht ohne die zwecks Renditeoptimierung obligatorische Mantelnutzung herum. Bei der Elbphilharmonie sind dies ein Luxushotel und 47 ebensolche Wohnungen. Ich habe bereits meine Reservation eingereicht. Ein Foto davon gibt es nicht auch noch, ich lege Wert auf Diskretion.
Vielerorts sieht es natürlich auch noch wie auf dem folgenden Bild aus. Die gesamte HafenCity, welche die Hamburger Innenstadt bezüglich deren Fläche um zirka 40% (!) erweitert, dürfte nicht vor 2020-2025 fertig gebaut worden sein.
Wer sich mit umfangreichen Informationen, Bildern und interessanten Downloads (z. B. Masterplan) versorgen will klicke hier. Mein Fazit für die HafenCity ist - soweit ich es beurteilen kann - sehr gut!
Dienstag, 11. Mai 2010
Psychedelic Berlin
1) Harry Nilsson - Everybody's Talkin'
2) The Superimposers - Special
3) Local Natives - Cards and Quarters
4) Dungen - Det Du Tänker Idag Är Du I Morgon
5) Minnie Riperton & Rotary Connection - Tales of Brave Ulysses
6) Yeasayer - Wait for the Summer
7) Jefferson Airplane - Comin' Back to Me
8) Patti Smith - Birdland
9) The Velvet Underground - Venus in Furs
10) Angelo Badalamenti - The Pink Room
11) Wooden Shjips - Lucy's Ride
12) Moon Duo - Stumbling 22nd Street
13) Singapore Sling - Overdriver
14) Low - (That's how You Sing) Amazing Grace
Sonntag, 9. Mai 2010
It's the Chelsea boys!
Rave oder Politik?
Wie gesagt, ich fokussierte mich an diesem Wochenende auf die unglaublich zahlreich stattfindenden kleinen Raves unter freiem, unvernebeltem Berliner Himmel. Es war herrlich! Den Auftakt machte das Edelweiss im Kreuzberger Görlitzer Park, besser bekannt als "Görli". Was hätte hier und jetzt besser gepasst als träumerischer House und gekühlter Apersol Soda...
Am Sonntag dann ging das Spiel weiter. Die famose Bar 25 beispielsweise hatte für das Wochenende des 1. Mai von Donnerstag bis Dienstag durchgehend geöffnet. Als ich am Montag Abend im nahen Radialsystem eine Oper von Verdi besuchte hörte ich die Bässe aus der Bar 25 immer noch wummern. In solchen Momenten muss man Berlin einfach lieben! Aber wo war ich? Genau, beim Sonntag. An diesem Tag liessen wir das Wochenende noch im about blank beim Ostkreuz ausklingen. Ein ebenfalls sehr, wie soll ich sagen, berlinerischer Club mit gepflegtem Garten.
Und weil es so schön war möchte ich an dieser Stelle noch zwei Playlists empfehlen. Yeah yeah yeah!
Liste 1 - afternoon relaxation
1) The Hundred in the Hands - Dressed in Dresden (Kyle MF Hall Remix)
2) Floating Points - Vacuum Boogie
3) Herbert - Suddenly
4) Larry Heard - Missing You
5) Virgo - Do you Know who you are?
6) Reggie Dokes - Release Yourself
7) The Revenge - Forever in their Debt (Red Rack'Em Remix)
8) Boo Williams - Day and Night
9) Glass Domain - Interlock
10) Nik Kershaw - Wouldn't it be Good
Liste 2 - late at night darkness
1) Ricardo Miranda - Black Acid
2) Van Rivers - Tough Life
3) DBX - Losing Control
4) Marcel Dettmann - Wound Up (Wincent Kunth Remix)
5) Deuce - Twerp Wiz
6) Mike Parker - Protolanguage
7) Peter van Hoesen - Face of Smoke
8) Drexciya - Black Sea
9) Marcel Dettmann - Vertigo (Wincent Kunth Remix)
10) Tylutki - Abhouse
Samstag, 17. April 2010
Die Checker!
Donnerstag, 15. April 2010
Hamburg lohnt sich!
Bei Gelegenheit werde ich einen separaten Blogeintrag über das Stadtentwicklungsgebiet der HafenCity verfassen.
Mittwoch, 14. April 2010
Kampftrinken Sylter Art
Nicht ganz. Die meisten Menschen in Kampen auf Sylt gehören nicht zum Stamm der Vielen. Hier verkehrt - bevorzugt im erhöhten, sicheren SUV - eher die Hochbourgeoisie denn der völkische Trunkebold. Erstere sippt auch auf Sylt exklusiven Champagner und schlürft Austern, letzterer legt eine oftmals rohe Haltung an den Tag. Insofern zeigt das Foto oben einen erstaunlichen Hybriden dieser beiden Schichten, mich.
Und wenn ich schon beim Thema Trinken auf Sylt respektive - auf höherer Ebene - in Deutschland bin, möchte ich an dieser Stelle noch ein amüsantes Zitat aus den berühmten Essais von Michel de Montaigne (französischer Philosoph, 1533 – 1592) anfügen: Man darf, so habe ich in diesem Urlaub gelesen, „um ein guter Trinker zu werden, nicht besondere Ansprüche an den Geschmack stellen. Die Deutschen trinken jeden Wein fast gleich gern; ihr Ziel ist, sich volllaufen zu lassen; das ist ihnen wichtiger, als hinter den Geschmack zu kommen. Sie haben es billiger: ihr Genuss ist massiger und bequemer.“ Dem muss ich grundsätzlich sogar zustimmen; manchmal verändert sich auch in über 450 Jahren nicht viel… Herrlich!
Wie dem auch sei. Sylt ist, auch ganz ohne Champagner, eine wunderbare Insel mit nur einem Makel. Sie gehört nicht mehr zu Dänemark. Abgesehen davon herrschte ein Konkurrenzkampf um meine Aufmerksamkeit zwischen dem wundervoll rauen Nordseestrand und seinen Dünenausläufern sowie dem Schaulaufen der Vermögenden in ihren prachtvollen Karossen und standesgemässen Kleidern. Selten habe ich eine so hohe Konzentration von Exemplaren aus den obersten Schichten gesehen wie in Kampen. Nicht einmal in Gstaad, Sankt Moritz, Portofino oder Saint Tropez… Doch gegen die Rauheit der Sylter Dünen verblassen auch ihre Inszenierungskünste.
Dienstag, 13. April 2010
Aussagen zu Usedom
Dienstag, 30. März 2010
Der Turm von Babylon

Die Dame präsentiert dem Betrachter dabei eine Mimik, welche unklar bleiben lässt, welches Gefühl überwiegt: die Vorfreude oder vielleicht doch eher die Furcht vor dem vom Einsturz bedrohten babylonischen Turmbau...
Diese Etagère serviert das Anna Blume im wirklich bemerkenswert gentrifizierten Prenzlauer Berg. Hier lässt sich ausgezeichnet frühstücken: Auf drei Etagen wurden wir mit vielfältigen Köstlichkeiten sowie darüber hinaus zwei Kännchen Kaffee und - natürlich - zwei Gläsern Prosecco verwöhnt. Alles ein Geschenk einer stilsicheren Patin aus der Schweiz, vielen Dank!
Und es kommt noch besser. Die Szenerie erinnert den Arbeitnehmer in der Schweiz an einen Sonntag, nicht wahr? Doch weit gefehlt: Mittwoch. Oder war es ein Dienstag? Egal, denn es könnte jeder Wochentag gewesen sein. Berliner mögen das ausgedehnte, kultivierte Frühstück an jedem Wochentag und auch zu fast jeder Tageszeit. Nicht wenige Lokale servieren die angeblich wichtigste Mahlzeit des Tages in seiner sündhaften Art und Weise an jedem Tag der Woche und dies oftmals bis 16 oder 18 Uhr. Himmlisch!
Wir jedenfalls wurden so satt, dass wir jetzt erst mal Urlaub und eine erfrischende Meeresbrise brauchen. Man gönnt sich ja sonst nichts.