Dienstag, 19. April 2011

Terminator 7

Im August 2010 war der Terminator in Berlin, und wir beugten uns - damals in dieser Belle Epoque - über ein Schnitzel bemerkenswert ausladenden Umfangs. Es war das Killerschnitzel. Jetzt, einige Monate später, kam der Terminator wieder; und er war hungrig! Man konnte es an seinem Blick erkennen. Doch dazu später.

Um mich nicht unnötigen Gefahren auszusetzen nahm ich das Tier mit ins American Steakhouse 'The Bird', schon fast meine neue Stammadresse. Wir bestellten: ein NY-Steak (400 Gramm und "juicy like a well-paid Nashville h**ker) mit Beilagen für ihn und den Burger des Hauses für mich. Awesomeness!



Wir wollten nicht nur Ketchup sondern auch Barbecue-Sauce. Die stand eigentlich auf dem Tisch, wirkte und roch jedoch anfänglich wie eine strenge Salatsauce. Ich fragte deshalb den von Kopf bis Fuss tätowierten, amerikanischen Kellner: "Dude, is this salad sauce?" Er, als Texaner oder so, war völlig überrascht und erwiderte: "Salad Sauce?" (Was ist das, Salat?) Und weiter: "This sure ain't no damn salad sauce - I guarantee you that!" Es wurde kurz etwas peinlich, und der Terminator wurde langsam nervös; er wollte fressen. Wie gesagt, ein Blick kann mehr sagen als tausend Worte:

Am Nachbartisch muss etwas erstaunliches gesessen haben. Hasta la vista baby! Und er ass weiter.

Das Grüne rührte er nicht an. Schon mal den Terminator Spinat essen gesehen? Na also.

Danach kam der Vodka auf den Tisch. Awesomeness!

WME(D): Worst Movie Ever (Duuude)

Von meinem Bruder habe ich ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk gekriegt: ich wurde eingeladen, mit ihm gemeinsam den schlechtesten Film aller Zeiten zu gucken. Awesomeness!


Wir sind - nach einer langen und strapaziösen Nacht im Berghain - über die Strasse gechillt und haben uns im Multiplex-Kino denjenigen Film ausgesucht, der unsere anspruchsvollen Kriterien am besten zu erfüllen schien: "World Invasion - Battle Los Angeles"!


Endlich waren wir Eins mit den Vielen.

Heldenhaft betraten wir die dunkle Höhle des Löwen. Wir stellen uns den Gefahren der Welt, denn wir sind mutig, stark und einfach auch unheimlich schön.

1,5 Liter Cola und ein Zentner Popcorn: Realness! Chill, mann.

Der Film ist gespickt mit sphärischen Dialogen und poetischen Bildern:


Man kann sagen: it's a must! Ehrlich.

Mittwoch, 13. April 2011

Der musische Flaneur

Neulich waren wir Flanieren, eine ungemein kultivierte Beschäftigung. Und in Berlin trifft dies noch mehr zu als anderswo. Durch historische Gefilde lässt sich in dieser weitläufigen und vielseitigen Stadt genauso flanieren wie entlang malerischer Seen. Beispielsweise entlang des Wannsees ganz im fernen Westen dieser Metropole; wo man gar nicht mehr ahnt, dass man sich eigentlich in einer Millionenstadt befindet. So eröffnen sich dem passionierten Flaneur auf der Pfaueninsel derartig verträumte Ausblicke:


Diese Anblicke wirken ihrerseits wiederum durchaus inspirierend! Diese Inspirationen möchte ich, kraft meiner Fähigkeiten als soziales Kulturwesen, gerne weiterreichen, und zwar in akustischer Verpackung:

Da wäre zum gemächlichen Beginnen einmal ein wunderbarer Folk-Mix des Insulaners (ach, wie passend!) Graeme Fisher für das Blog AOR Disco. Die Tracklist ist umwerfend! Hippies use main entrance.

Weiter geht der Spaziergang mit dem Duo Psychemagik und deren sensationellen Mix bei Test Pressing. Mellow mellow mellow! Die Auswahl der Tracks ist auch hier ausgezeichnet, und spätestens bei dem mir noch unbekannten Edit (?) von Talking Heads "This Must be the Place" geht die Sonne über dem See auf das es eine wahre Freude ist. Da kommen Emotionen auf, wunderbar.

Aller guter Dinge sind drei, und deshalb dürfen wir den Rundgang mit einem ebenfalls sehr entspannten Mix von Antony Kein für Plaid Music abschliessen. Wer jetzt noch nicht am Ziel angekommen ist mag sich in ärztliche Betreuung begeben.

Tafeln

Weniges beschert mir ein dermaßen großes Vergnügen wie Tafeln. So beispielsweise zu Hause: etwa oder ein Lauchrisotto mit schönen Crevetten. Dazu natürlich gerne auch mal ein Glas kühlen Rosé und komplett ist das Glück. Es reicht auch ein Teller Salat oder Kartoffelsalat mit Wurst.





Und obwohl mir mein geschätzter Zimmergenosse in Moskau versucht hat zu erklären, warum es spiessig sei im Restaurant zu essen, gehe ich trotzdem immer noch gerne weg. Das ich ein Spiesser bin weiss ich sowieso spätestens seit meinem Umzug nach Berlin. Deshalb hat sich mein Verhältnis zum Essen im Restaurant auch nicht grundlegend geändert. Dies tut es noch viel weniger wenn es dann so aussieht:


Dieses Sirloin-Steak gönnten wir uns aus besonderem Anlass kürzlich im löblichen Restaurant mit dem ebenso löblichen Namen 'The Bird'. Es liegt im gentrifizierten Prenzlauer Berg (Am Falkplatz 5) und offeriert seinen Gästen eine authentische US-amerikanische Küche. Mit anderen Worten: Himmlische Burger und saftige Steaks! Den Besuch empfehle ich unbedingt, zumindest wenn man mit den etwas klebrigen Tischoberflächen leben kann; es ist wie gesagt authentisch im The Bird. Übrigens: auch wenn man mit Nachdruck dazu aufgefordert wird, die Burger mit bloßen Händen zu verzehren, ich habe es versucht und es ist unmöglich.

Ein paar andere Restaurants, die ich empfehlen möchte und die noch keine Erwähnung gefunden haben an dieser Stelle sind:

Die Reisschale in Kreuzberg (Hasenheide 9), an der Grenze zum wahnsinnig gefährlichen Neukölln und dem Drogenumschlagplatz Nummer 1 in Berlin, dem Volkspark Hasenheide. In diesem kleinen Restaurant isst man für 4,50 Euro leckere thailändische Gerichte. Das Ambiente ist wunderbar stillos. Aber wer Lust hat auf leichte asiatische Küche und tiefe Preise ist hier richtig.

Die Gendarmerie in Mitte (Behrenstrasse 42), gleich beim Gendarmenmarkt, verspricht weltstädtischen Glamour und ein meines Erachtens doch sehr stilvolles, von der New Yorkerin Annabelle Selldorf entworfenes Interieur. Man könnte sagen: Reisschale und Gendarmerie verhalten sich zueinander wie Tag und Nacht. Aber ich nehme an wir sind einer Meinung wenn ich behaupte, dass nur beides zusammen wirklich Spass macht. Manchmal ist der Tag genau richtig, manchmal reizen die Vorzüge der Nacht. Die Gendarmerie ist deshalb natürlich auch einer anderen Preiskategorie zuzuordnen als die Reisschale. Sie ist aber noch nicht over-the-top. Man geht hier ja auch nicht alle Tage tafeln... Das Wienerschnitzel zum Beispiel ist lecker und kostet, mit lauwarmem Kartoffelsalat und was sonst noch so dazu gereicht wird, knappe 20 Euro.

Das Baraka in Kreuzberg (Lausitzer Platz 6) offeriert nordafrikanische Küche in ebensolchem Ambiente. Mein Favorit: Couscus in verschiedenen Variationen, eingenommen in halb-liegender Position. In diesen stürmischen Zeiten in Nordafrika ist ein Besuch doppelt empfehlenswert, wie ich meine. Die Preise sind natürlich auch hier, wie vielerorts in Berlin, sehr moderat.

Samstag, 2. April 2011

Frühling in Berlin


Die Fenster stehen offen, die Tulpen sind frisch und die Musik ist entspannt. Zum Frühlingsanfang möchte ich ein paar elektronische Mixes für das Hörvergnügen zu Hause empfehlen. Ich hoffe, dass sie euch ebenso gut gefallen wie mir!

Los geht es mit Adryiano und seinem sehr schönen und angenehm langsamen House-Mix für Keep It Deep. Danach lässt sich nahtlos weiter machen mit dem Deep'n'Raw-Mix von Rob Heenan. Wenn es dann langsam dunkel werden sollte spreche ich mich schlussendlich für den LWE-Podcast von Tin Man aus. Auf seinem Mix offeriert er uns einen sehr stilvollen Überblick über sein noch unveröffentlichtes Material. Sit back and relax. Morgen zum ersten Mal Club der Visionäre!

P.S. Wanna spend some cash? Dann würde ich mir, als Ergänzung zu den beiden House-Mixes, noch die DJ Kicks von Wolf + Lamb vs. Soul Clap beschaffen. Die beiden Duos spielen heute Abend zudem die ganze Nacht im Watergate.

Dienstag, 29. März 2011

Stadtentwicklung: Sankt Petersburg

Sankt Petersburg wurde 1703 von Zar Peter dem Großen als Festung gegen die angriffslustigen Schweden gegründet und bald darauf zur neuen russischen Hauptstadt gekürt. Nach dem Ableben des wissbegierigen, kosmopolitischen und reisefreudigen Herrschers wurde jedoch für relativ kurze Zeit wiederum Moskau die Hauptstadt Russlands. Erst ab den 1740er Jahren – unter Zarin Elizabeth und ihren Nachfolgern Katharina der Großen und Nikolaus I – wurde Sankt Petersburg zur barocken und klassizistischen Residenzstadt.

Auch heute noch beeindruckt das bewundernswert reiche und einheitlich durchdachte Stadtbild, welches insbesondere von der zentralen Admiralität ausgeht. Die Stadt an der Newa-Mündung sollte nicht eng und dunkel, sondern, gemäß Karl Schlögel (‚Petersburg – das Laboratorium der Moderne’), "klar und lichtvoll wie eine Regel" sein. „Es war die Zeit, als Peters fürstliche Kollegen überall in Europa die Geometrie als irdische Entsprechung göttlicher, nunmehr naturwissenschaftlich erforschter Gesetze zum Motiv ihrer Stadtgründungen machten: Absolutismus mit noch einer leichten Verbeugung zum Weltenschöpfer, zur kosmischen Ordnung hin.“ (Der Freitag, 30.03.11)

Karte der Stadtentwicklung von Sankt Petersburg (30.03.11)

Nicht nur der geometrische, rasterartige Grundriss, sondern auch die ihn säumenden Gebäude sind eine Huldigung der Eleganz. Besonders interessant ist auch die oben bereits angedeutete Tatsache, dass Leningrad, wie die Stadt während der Roten Jahrzehnte hieß, zwar eigentlich in Russland liegt, ihr historisches Erscheinungsbild jedoch außerordentlich westeuropäisch ist. Nach Schlögel stand die Stadt "für Aufklärung, Glanz, Disziplin, bürokratisches Reglement und den Geist des Okzidents; Moskau stand für das alte Russland, für Schläfrigkeit, Rechtgläubigkeit, und mit seinen goldenen Kuppeln war es Orient an der westlichen Grenze Eurasiens.“ Kaum verwunderlich, dass die Stadt deshalb in erster Linie von italienischen und französischen Planern und Architekten gebaut wurde. Ob hingegen die für Moskau diagnostizierten Merkmale der Schläfrigkeit und Rechtgläubigkeit (!) heute noch Geltung haben, darf berechtigterweise bezweifelt werden.

Gemälde der Newa mit der unten angesprochenen Börse im Hintergrund (30.03.11)

Während früher auch nicht alles löblich war – die Stadt wurde unter extremen Verlusten menschlicher Leben aus Sümpfen gebaut – ist der heutige Verkehr eine der modernen Schattenseiten. Nicht selten ergriff mich beim unvermeidlichen Anblick gewaltiger Verkehrsströme oder beim erfolglosen Versuch, entlang einer der prächtigen Prospekte meine Gesprächspartnerin zu verstehen, ein Gefühl großer Melancholie und Verabscheuung. Verabscheuung gegenüber dem zeitgenössischen urbanen motorisierten Individualverkehr und den Instanzen, die ihn in Städten wie Sankt Petersburg nicht besser zu kontrollieren gewillt sind.

Hauptachse Newski-Prospekt: vom Prachtsprospekt zur Rennstrecke

Mir ist dabei aber natürlich auch bewusst, dass ebenfalls eine große Ohnmacht existieren muss. Eine Stadt mit einem derartig reichen Kulturerbe wird auch gewaltig zur Kasse gebeten bezüglich der Instandhaltung aller ihrer Preziosen. Ich vermute, dass die städtischen Behörden nicht nur wenig Interesse an einer aus meiner Sicht sinnvollen und modernen Verkehrsberuhigung haben, sondern dass vor allem auch kein Geld zur Verfügung steht für dichte Netze an öffentlichem Verkehr und Entlastungs- und Umfahrungsrouten. Darüber hinaus haben wir ja bereits gelernt, dass das Auto für viele Russen ein unbedingt erstrebenswertes Statussymbol darstellt.

Nun möchte ich nicht falsch verstanden werden. Ich fluche nicht gegen ‚das Auto’, keineswegs. Auch müssen Städte keine gigantischen Freilichtmuseen sein. Beides sind respektive wären meines Erachtens wohl falsche Extreme. Stattdessen schwebt mir vielmehr eine aristotelische, goldene Mitte vor. Eine Mitte, die der Eleganz und Anmut dieser Stadt noch den Raum zum Atmen gibt. Wie das zu erreichen wäre? Wahrscheinlich durch eine Mischung von Instrumenten: neue Infrastrukturen, Verbote, (finanzielle und andere) Anreize, Sensibilisierung durch Bildung sowie vor allem... Zeit. Eines jedenfalls ist naheliegend: Peter der Große und seine Nachfolger würden sich im Grabe umdrehen wenn sie sehen würden, was in ihrer an göttlichen Gesetzen orientierten Stadt heute alles die Straßen verstopft. Und es bleibt zu hoffen, dass ihnen niemand etwas von der ‚Autobahn’ zu Ohren trägt, welche zivilisierterweise unmittelbar vor der klassizistischen Börse angelegt wurde. Eine ‚Autobahn’, die wahrscheinlich nur für diese Luftaufnahme für den Verkehr gesperrt wurde, was irgendwie auch typisch Russisch sein könnte.

Skandal (30.03.11)

Freitag, 25. März 2011

Russische Momente

Sehr bemerkenswert, wie diese junge Russin auf dem Kopfsteinpflaster des Roten Platzes mit ihren High-Heels derartig elegante Luftsprünge vollzieht:


Herrlich Schaschlik essen in einem verrauchten Moskauer Imbiss:


Dieser aufgeschlossene Zeitgenosse wollte uns Schürzen verkaufen. Allerdings, wenn ich ihn richtig verstanden habe, nicht für uns, sondern für unsere 'Frauen'.


Ich liebe die kyrillische Schrift! Das Essen bei McDo ist übrigens beängstigend günstig. Bei meinem einzigen Besuch einer russischen McDo-Filiale in Sankt Petersburg war der Laden übervoll mit Teenagern. Food desert, anyone?


Markante Gegensätze in Sankt Petersburg:


Herrliche russische Menschen



Mit Frau Ivanova auf einem wunderbaren Stadtrundgang durch Sankt Petersburg.



Bei Herr und Frau Ivanov zu Hause in Sankt Petersburg.


Mit Finn, Georg und Masha bei Luba und Alex.


Masha während ihres Konzerts in Moskau.


Alex beim Konzert von Masha.

Stadterneuerung: International Business Center Mockba

Einige wenige Kilometer westlich des historischen Zentrums der Stadt entsteht auf einem brach gefallenen Gelände das International Business Center von Moskau.

Bezüglich dieser Lage lässt sich die Moskauer City mit der Pariser Défense und Canary Wharf in London vergleichen: Alle drei Stadtteile liegen, jeweils etwas ausserhalb der historischen Stadtkerne dieser europäisch gewachsenen Städte, auf ehemaligen Industrie- und Gewerbeflächen. Das Geschäftsviertel der französischen Global City wurde jedoch bereits ab den 1960er Jahren gebaut, jenes in London ab den 1980er Jahren. Weitere 20 Jahre später folgt nun also die russische Megacity. Man erkennt unschwer, wohin die Entwicklung Russlands führen soll.


Die Architektur der Gebäude ist in den meisten Fällen zeitgemäss und wie im Foto oben ersichtlich sehr auf die Verwendung von Glas fokussiert. Globalisierte Turbokapitalismus-Architektur. Einige der Hochhäuser, wie beispielsweise der Naberezhnaya Tower (oben rechts) von ENKA Architekten aus Istanbul wirken meines Erachtens zwar wenig spektakulär, jedoch erfreulich elegant. Ich mag das. Der Imperia Tower (NBBJ Architekten) wiederum, welcher oben im Bild links zu sehen ist (das Gebäude mit elliptischen Formelementen), gefällt mir mit jeder Betrachtung weniger gut. Und Capital City, das merkwürdige, verschachtelte Duo in der Bildmitte (ebenfalls NBBJ Architekten), verstört mich irgendwie auch. Zuerst fand ich das mit gut 300 Metern zurzeit höchste Gebäude Europas spannend, weil neuartig. Aber nachdem dieser Effekt langsam verflogen ist, bleibt in erster Linie der Eindruck einer gewissen Lächerlichkeit. Zudem müsste sich mein Verstand noch an diese Form gewöhnen, denn im Moment wirken die beiden Türme auf mich so, als drohten sie einzustürzen.


Neben der Büronutzung - bekannte Firmen, die vor Ort präsent sind, sind u. a. IBM, Oracle, Citibank, KPMG, Toshiba, E.ON - sind auch Wohnungen, Hotels und verschiedene kommerzielle Nutzungen vorgesehen. Insbesondere bezüglich der Wohnungen unterscheidet sich die City meines Wissens relativ deutlich von den beiden älteren Stadterneuerungsprojekten in Paris und London - zumindest was deren Anfangsausstattung betrifft. Die Nutzungsmischung ist städtebaulich deutlich populärer als vor einigen Jahrzehnten. Und ich kann mir gut vorstellen, dass viele 'new Russians' gerne eine Wohnung oder ein Penthouse in der City erwerben wollen.

Leider ist mir nicht bekannt, inwiefern die Finanzkrise der letzten Jahre die Nachfrage nach Wohnungen in der Moskauer City beeinflusst hat. Ich vermute aber, dass der Effekt erheblich war und immer noch ist. Einige der Projekte wurden jedenfalls entweder unterbrochen - man sieht Baugruben und halbfertige Gebäude - oder aber sogar storniert. So zum Beispiel auch der Russia Tower, welcher mit über 600 Metern Höhe das zweithöchste Gebäude der Welt gewesen wäre.

Verkehrstechnisch wird der Distrikt insbesondere durch zwei neue Metrostationen sowie eine unmittelbar neben dem Komplex gelegene Anbindung an die Moskauer Stadtautobahn erschlossen.

Auch wenn mich die Architektur in etlichen Fällen nicht besonders zu überzeugen vermag, finde ich das Projekt als Ganzes doch sehr eindrücklich. Dies u. a. deshalb, weil hier wird mit hoher Geschwindigkeit - die Effekte der Finanzkrise einmal ausgenommen - der Anspruch Moskaus als eine der politisch und wirtschaftlich führenden Städte der Welt städtebaulich und symbolisch realisiert wird.



Die beiden letzten Fotos - aufgenommen von verschiedenen Fotografen - stammen von skyscprapercity.com.

Mittwoch, 23. März 2011