Stil in Berlin zeigt täglich zeitgenössischen Street Style aus Berlin und anderen Städten in Europa und "Overseas". Die Fotos sind toll! Sogar mein Eisgeist (nicht Zeitgeist!), fotografiert gestern unter der S-Bahn zwischen Treptower und Ostkreuz, zeigt sich typisch Berlinerisch: Laid-back.
Montag, 22. Februar 2010
Stil im Lostkreuz
Freitag, 19. Februar 2010
Eden
Zurzeit blühen zudem die mannigfaltigsten Arten von Kamelien aus dem fernen Ostasien:
Samstag, 13. Februar 2010
Vom Hörsaal ins Köpi
Nach so viel Bildung ist nun jedoch wieder Zeit für Perspektive.
Gestern Nachmittag verlor ich mich sodann in einer ausgedehnten Stadtwanderung in Mitte. Mein Weg führte mich zufällig zur Kunstruine Tacheles. Im Netz ist zu erfahren, dass das Tacheles über die Jahre seiner Existenz zu einem komplexen Gesamtkunstwerk gewachsen sei. "Dafür spricht, dass weit über Berlin hinaus das Kunsthaus Tacheles ein Symbol für die Situation des wiedervereinigten Berlins und den Aufbruch in eine frische, von merkantilen Gesichtspunkten weitgehend befreite künstlerische Gegenwart geworden ist. Das Kunsthaus Tacheles steht als Teil des Images eines neuen, um Profil ringenden, künstlerisch freien Berlins international deutlich da." (http://super.tacheles.de/cms/, 13.02.2010) Ich werde sicherlich bald einmal wieder dorthin fahren und mir eine Ausstellung ansehen.
Übrigens: Im Tacheles lief auf einer maroden Stereoanlage der Extended Mix von A Guy Called Gerald's legendärem 1995-Track "Energy" - mir kamen fast die Tränen ab der Symbiose von Musik und Ruine. Auch jetzt gerade höre ich sein Album "Black Secret Technology" und bereite mich auf ein neues Abtauchen in die Unterwelt Berlins vor. Heute Abend um Mitternacht spielt die Berliner Radau-Punk-Band PeaceBastard in einem besetzten Haus, dem Köpi.
Als Student der Stadtgeographie ist es nur zu naheliegend, eine Stadt möglichst wahrhaftig zu erfassen. Dazu reicht nicht die Lektüre mehr oder weniger anregender Literatur. Nein, all dies Wissen scheint zweifelsohne unvollständig ohne persönliche Erfahrungen in den für eine Stadt wie Berlin charakteristischen und essentiellen Milieus. Konklusion: Punk ist Forschung.
Mittwoch, 3. Februar 2010
Viva Los Angeles
Dienstag, 26. Januar 2010
Eisspree und Whiskey
Solange man bei der Forschung einen Whiskey Sour trinken kann ist die Kälte gerade noch ertragbar.
Freitag, 22. Januar 2010
Chelsea Farmer's Club
Samstag, 16. Januar 2010
Geographenstoff
Sonntag, 10. Januar 2010
Sound of Berlin
1. STL - A Beautiful Mind
2. Sigha - Untitled #2
3. Function - Varience (CH-Signal Laboratories Edit)
4. Jens Zimmermann - A
5. Julius Steinhoff - Something like Wonderful
6. Ethyl & Flori - Tanqueray
7. Christian Burkhardt- Shui (Rick Wade Remix)
8. IKE - Free to Fly
9. Instra:Mental - Leave it all Behind
10. Kadebostan - Love in Looxor
Die Reise startet sehr gedämpft in Dubtechno-Gefilden. In diesem langsamen, trägen Zustand - entsprechend der eingeschneiten Berliner Stadtlandschaft und der kalten, lähmenden Temperaturen - geht es mehr oder weniger in diesem Stil weiter. Der dritte, etwas derbere Track von Function ist dabei eine Reminiszenz an das im letzten Post erwähnte Berghain. Mit Julius Steinhoff auf dem wunderbaren Hamburger Musiklabel 'Smallville Records' tauchen wir danach ein in den HOUSE. House ist, natürlich gemeinsam mit spröd-trockenem Techno, zurzeit die Musikrichtung, auf die sich wohl fast ganz Electronic-Berlin einigen kann. Abgeschlossen wird die Reise mit etwas abseitigeren, innovativen Klängen. Einzelne nennen es auch 'next-level-music'... Vieles davon kommt von der Insel, so zum Beispiel auch Instra:Mental.
Man mag sich fragen weshalb ich solche Dinge ins Blog schreibe. Nun, einer der Hauptgründe, weshalb ich nach Berlin gezogen bin und weshalb mich diese Stadt so fasziniert, ist die elektronische Musik und deren menschliches und architektonisch / städtebauliches Umfeld. Deshalb sollen diese Musiklisten in einer gewissen Weise 'Zeitzeugen' dafür sein, wie ich Berlin (akustisch) wahrnehme.
Wer sich also ein Bild der Stadt machen will: Die oben genannten Tracks sind käuflich. Beispielsweise bei iTunes oder Beatport. Allesamt passen sie wiederum auf eine CD.
Techno und Berlin

Bei Suhrkamp, dem Verlag dieses Werks von Tobias Rapp, schreiben sie diesbezüglich: "Techno ist tot, zumindest offiziell. In Wirklichkeit waren elektronische Musik und die nächtliche Subkultur des Ausgehens – jenseits von sozialen Utopien und Love Parade – nie kreativer und interessanter als heute. Und nie so an einem Ort konzentriert: Jedes Wochenende bevölkern junge Leute aus ganz Europa ein paar Kilometer am Berliner Spreeufer; sie kommen mit Billigfliegern und bleiben nicht selten, bis die letzte After Hour nach Tagen fast wieder ins nächste Wochenende mündet..."