Donnerstag, 18. März 2010

Frühling in Berlin

Heute hat in Berlin der Frühling begonnen! Ich, ein erbärmlicher Gremlin, sass jedoch bis am späten Nachmittag am Computer und schrieb an einer Hausarbeit für die Uni. Draussen die Sonne und ein Vogelgezwitscher von unerreichter Ambitioniertheit - es war zum Haare raufen! Doch dann, die Sonne wollte sich schon langsam aus dem Staub machen, kam endlich meine Gelegenheit - die Seminararbeit war abgeschlossen, eine Heldentat meiner Wenigkeit. Ich packte meine Sporttasche und liess meinen staubigen, miefigen Untertagebau hinter mir; auf zum Sport! Doch das Schönste kam bereits nach wenigen Minuten beim Verlassen des Hauses: Türe auf, atmen, jubeln! Der unverkennbare Frühlingsduft stieg augenblicklich durch meine bis dahin betrübte Nase hoch hinauf in mein durch Vernachlässigung verkümmertes Sinneszentrum. Wie herrlich es doch ist die ersten Gerüche eines erwachenden Frühlings einzuatmen...

Nun, glücklicherweise habe ich eine Freundin, die ihre Seminararbeit bereits einige Tage früher vollendete als ich armseliger Tropf. Sie, die Wunderbare, hat heute im Treptower Park die ersten trotzigen Aufbäumversuche neuen Lebens festgehalten:


Dienstag, 9. März 2010

Die feinen Unterschiede

Eigentlich versuche ich mich immer noch an einer Hausarbeit für die Sozialgeographie. Aber bei der Literaturrecherche stosse ich immer wieder auf schöne Textpassagen, die mir den Fokus rauben. So geschehen zum Beispiel im Klassiker von Pierre Bourdieu - 'Die feinen Unterschiede - Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft'. Das Buch ist zwar ein Wälzer von schrecklichen 800 Seiten, dennoch finden sich darin - neben ausserordentlich anstrengenden Teilen - auch sehr süffisante Kapitel zur Distinktion der verschiedenen sozialen Klassen einer Gesellschaft. So kann das Buch zu einem wahren Selbsterfahrungsprozess avancieren.


Nachfolgend ein herrliches Textbeispiel zum Kleinbürgertum: „Bildung mit Wissen gleichsetzend, meinen sie [die Kleinbürger], ein Gebildeter sei, wer einen unermesslichen Schatz an Wissen besäße, und können es nicht fassen, verkündet er, dass Bildung in ihrer einfachsten und erhabensten Form sich reduziere auf den Bezug zu ihr (‚Bildung ist, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat‘). Die Kleinbürger machen aus der Bildung eine Frage auf Leben oder Tod, und ahnen nicht im geringsten, welche unverantwortliche Selbstsicherheit, unverschämte Lässigkeit, ja versteckte Unaufrichtigkeit hinter jeder Seite eines inspirierten philosophischen, künstlerischen oder literarischen Essais steckt. Als Erwerbsmenschen können sie es sich nicht erlauben, mit der Welt der Bildung eine Vertrautheit zu kultivieren, die denjenigen alle Freiheiten und Kühnheiten einräumt, die ihr durch Geburt, also durch ihre Natur und ihr Wesen verbunden sind. (…) Die Disposition des Kleinbürgertums, die sich in seiner Beziehung zur Kultur ofenbaren – im Konformismus, der sich an Autoritäten und Verhaltensmuster klammert und sich ans Bewährte und als wertvoll Beglaubigte hält (Klassiker und literarische Preisträger z. B.), und in seiner Beziehung zur Sprache einer Tendenz zu Überkorrektheit und Rigorismus folgt, (…) –: diese Dispositionen manifestieren sich ebenfalls auf moralischem Gebiet als fast unersättlicher Hunger nach Verhaltensmassstäben und -techniken, mit deren Hilfe die gesamte Lebensführung einer strengen Disziplin unterworfen werden und Grundsätze und Vorschriften zur allseitigen Selbstbeherrschung führen sollen, und auch auf politischem Gebiet als respektvoller Konformismus oder vorsichtiger Reformismus, der das ästhetische Revoluzzertum schier zur Verzweiflung bringt.“

Na, wer erkennt sich wieder? Bourdieu bietet wahlweise auch die Klassen der älteren und neueren Bourgeoisie, der Intelektuellen oder der Unterschichten zur Selbstidentifikation an. Ich muss dann mal weiter lesen. Ich vermute, dass ich Züge der älteren Bourgeoisie, der Intelektuellen und auch des Kleinbürgertums vereine. Oder so ähnlich...

Montag, 8. März 2010

Danke, Fritz!

Heute Abend waren wir im Kino. Ins Kino zu gehen ist ein grosses Vergnügen hier in Berlin! Die Preise sind tief - gut 5 Euro für ein Eintritt - und unser immens grosses Multiplex-Kino um die Ecke ist fast immer leer. Heute Abend beispielsweise waren wir geschätzte 10-15 Gäste in einem Saal für wahrscheinlich knapp 300 Leute.

Dass so wenig Publikum da war ist aber eigentlich eine Schande. Der Film 'The Ghostwriter' von Roman Polanski ist nämlich ein ausgezeichnetes Werk: sehr schön produzierte Bilder, ein wunderbarer und hervorragend abgestimmter Soundtrack, eine Handlung, welche die ganzen 2 Stunden lang keinen Anflug von Langeweile aufkommen lässt und überdies auch überzeugende schauspielerische Leistungen. Wenn ich da an 'Avatar' zurück denke, gütiger Himmel. Thumbs up for the Ghostwriter! Kein Wunder also, dass dieser Film an der diesjährigen Berlinale den Silbernen Bären für die beste Regie zugesprochen bekam. Oder Moment, könnte dies am Ende vielleicht doch eine politische Aktion gewesen sein - Polanski, Schweiz, Verhaftung, USA & CIA, Künstlerrevolte...?!


Überdies kann man in Berlin nicht nur grosses Kino erleben, auch zu Hause lässt es sich ganz angenehm Filme schauen. Diese Erkenntnis verdanke ich meinem geschätzten Kommilitonen Fritz. In einem lapidaren Nebensatz erzählte er mir von seinen regelmässigen Ausflügen in die Videotheken dieser Stadt. Ich, Schweizer von Herkunft und Gesinnung, stutzte natürlich bei dieser Aussage.

Aber dieser Fritz hatte Recht, Videotheken sind fair! Jedenfalls hier in Berlin. Der Preisvergleich: Ein (1) Film - egal ob neu oder alt - kostet in einer Filiale der Videothek meines Vertrauens 1.50 Euro für einen Tag. In Bern (Strichprobe!) kostet ein alter Film für die selbe Ausleihdauer mehr als 4.50 Euro, ein neuer Film sogar über 6.50 Euro. Günstiger wird es nur am Automaten. Ich nehme an, dass sich daraus erklärt, weshalb ich in Bern nie in Videotheken ging.

Noch ein Gedanke dazu: 4.50 Euro sind das dreifache von 1.50 Euro, 6.50 Euro sogar das 4.3333-fache des Berliner Preises. Verdienen die Schweizer drei- bis 4.3333 mal mehr als die Berliner? Kostet ein Angestellter in einer Schweizer Videothek drei- bis 4.3333 mal mehr als jemand, der diese Arbeit hier in Berlin erledigt? Oder sind die Mieten in Bern oder Münsingen so astronomisch hoch? Die Abgaben, Steuern, Versicherungen, Bestechungsgelder? Ich frage mich, wohin diese Gelder fliessen. Gilt ähnlich übrigens auch für den Besuch beim Coiffeur. Hier 15 Franken um die Ecke für Herren und - Achtung, jetzt kommts (!) - Damen, zu Hause 40 Franken für Herren und ein kleines Vermögen für Damen.

Sonntag, 7. März 2010

Richard Florida zum Thema Musik

Eigentlich wollte ich diese Woche eine Hausarbeit starten, doch daraus wurde nichts. Statt dessen habe ich Richard Florida's berühmtes Buch "The Rise of the Creative Class" gelesen. Er behandelt darin sehr schön die Herausbildung und räumliche Verteilung (in den USA) dieser 'neuen' gesellschaftlichen Klasse. Ein sehr spannendes und meines Erachtens nicht nur für Geograhen, Ökonomen und Soziologen lesenswertes Buch.


In einem Kapitel beschreibt Florida beispielsweise auch die Wichtigkeit der Musik. Ich bin ganz seiner Meinung wenn er schreibt: "Places are (...) valued for authencity and uniqueness (...). (...) Music is a key part of what makes a place authentic, in effect providing a sound or 'audio identity'. Audio identity refers to the identifiable musical genre or sound associated with local bands, clubs and so on that make up a city's music scene (...). (...) Music in fact plays a central role in the creation of identity and the formation of real communities."

In Anlehnung an diese weisen Worte deshalb wieder zwei von mir zusammengestellte Playlists. Liste 1 enthält gerade Beats, Liste 2 fokussiert auf den gebrochenen Beat. Berlin calling!

Liste 1 - dedicated to P. from Z. :)
1. Reagenz - Dinner with Q
2. Westpark Unit - Stoned Love (Patchworks Remix 1.0 Edit)
3. Franck Roger - Klubhead
4. MyMy - Lights go Down
5. Rene Breitbarth - Reel
6. Steffi - Kill Me (Crushed Soul Mix)
7. Herb LF - City Rush Boogie Dub (1.0 Edit)
8. Andri - Housers Revenge
9. Roman IV - Green Tea
10. Leonid - Potsandpans
11. Forces of Nature - Dark Angel

Liste 2 - dedicated to Blomstre
1. Nosaj Thing - Us
2. Flying Lotus - Disco Balls
3. Samiyam - Roller Skates
4. DAK - Hunch
5. RSD - Green Hill
6. Indigo - Fading
7. Martyn - Hear Me (Zomby Mix)
8. Zomby - Tarantula
9. Asusu - Small Hours
10. Pangaea - 5-HTP
11. D-Bridge - Creatures of Habit
12. Forces of Nature - Vortex
13. A Guy Called Gerald - Energy (Extended Mix)
14. The Other People Place - Sorrow & a Cup of Joe

Die Musik gibt es bei iTunes und Beatport. Support!

Mittwoch, 3. März 2010

Mangiare ragazzi!

Es ist Zeit für eine Restaurantkritik. Denn: Was ist schöner als Essen meine Damen und Herren? Kontroverse Antworten auf diese rein hypothetische Frage bitte an jajaschonklar@unzivilisiert.de.

Den Anfang einer kulinarischen Reise bildete vor zirka zwei Wochen ein Abendessen bei "Al Tavolaccio" im Berliner Aussenbezirk Lichtenrade. Mein Onkel, seines zeichens grosser Italo-Gourmet, entführte mich in dieses urtypisch italienische Lokal im Berliner Einfamilienhaus-Süden. Ich dachte schon: Oje. Aber diese selbst gemachte Pasta mit einer Käse-Zitronen-Füllung... Ein Gedicht! Ich liebe es wenn einfache Dinge so ausgezeichnet schmecken! Und wenn man ehrlich ist findet man oftmals die besten Adressen an wenig populärer Lage. Denn was hat geographische Lage mit Küche zu tun?

Seit einer Woche nun geht die kulinarische Sause weiter. Letzten Donnerstag habe ich endlich von Buddy P. aus Z. Besuch gekriegt. Diesen Anlass nutzten wir um im legendären "White Trash Fast Food" ein - in meinem Fall - köstliches Entrecôte vom US-amerikanischen Nature Beef zu verspeisen. Erfreulicherweise waren auch die Fritten dazu von erhabener Qualität. Nur die Live-Assi-Rockband (Eintrittspreis 1 Euro) war grottig.

Freitag reisten wir sodann in den Orient. Genauer: Zu "Hasir" im türkischen Kreuzberg. Die haben die mitunter besten Döner die ich bisher gegessen habe. Für wenig Geld tischte uns Souleyman letzte Woche ein ebenfalls leckeres Lamm-Sis mit Fladenbrot und Tomaten auf. Dazu natürlich ein grosses Berliner Kindl. Wonderful!

Noch kein Appetit? Ok. Samstag verköstigten wir uns beim Thai mit einem feinen Curry. Kostenpunkt in Berlin: zirka 8 Euro. Sonntag, die Gäste waren inzwischen nach einer langen Nacht im Berghain wieder abgereist, entlasteten wir zu Hause unsere Mägen mit einem einfachen aber ebenso schönen Wintersalat.


Doch ein Tag Pause musste reichen. Schon am Montag lernten wir abermals Italienisch. Diesmal bei "Il Ritrovo" (Foto oben), einem punkig-linken Szene-Italo im Friedrichshain. Die Steinofenpizzen hier sind sehr lecker, auch wenn leider nur eine gefühlte halbe Cherrytomate auf der Pizza war und der Mozzarella di Bufala auch nicht wirklich zur Geltung kam. Dafür überzeugten das Tiramisu zur Nachspeise sowie auch der preiswerte Hauswein voll und ganz. Unter dem Strich: Daumen hoch!

Kaum zu Hause versuchten wir uns selbst hinter dem Herd. Gestern mit Ratatouille in Kombination mit feinem Couscous, heute ein würziges Rindsgulasch mit Schupfnudeln und Rosenkohl.

Jetzt ist aber Schluss! Nächste Woche gibt es Wasser und Brot.

Montag, 22. Februar 2010

Stil im Lostkreuz

Heute möchte ich zwei Blogs - natürlich mit Berlin-Bezug - empfehlen.

Stil in Berlin zeigt täglich zeitgenössischen Street Style aus Berlin und anderen Städten in Europa und "Overseas". Die Fotos sind toll! Sogar mein Eisgeist (nicht Zeitgeist!), fotografiert gestern unter der S-Bahn zwischen Treptower und Ostkreuz, zeigt sich typisch Berlinerisch: Laid-back.

Auf dem Blog Lostkreuz wiederum gibt es wunderbare Bilder vom S-Bahnhof Ostkreuz. Das Ostkreuz wird zurzeit - naja, 'zurzeit' ist vielleicht der falsche Ausdruck, die Arbeiten dauern geschätzte 37 Jahre - massiv umgestaltet und modernisiert. Lostkreuz zeigt die Vergangenheit bis in die Gegenwart.

Freitag, 19. Februar 2010

Eden

Jede grössere Stadt hat ihr eigenes Eden, von Menschen geschaffen. Dies wusste bereits der von mir hoch geschätzte russische Schriftsteller Vladimir Nabokov. Deshalb empfehle ich im Winter, wenn Berlin nässlich, kalt und grau erscheinen mag, zur seelischen Aufheiterung einen Besuch der Schauhäuser im Botanischen Garten.

Zurzeit blühen zudem die mannigfaltigsten Arten von Kamelien aus dem fernen Ostasien:

Samstag, 13. Februar 2010

Vom Hörsaal ins Köpi

Diese Woche entledigte ich mich endlich meiner drei Klausuren im ersten Berliner Semester: Statistik, Geoinformatik und Stadtwirtschaft. Zum ersten Mal seit - hmmm, wahrscheinleich das erste Mal überhaupt - versuchte ich es mit herrlichen Lernkärtchen. Auch im gesetzten Alter kann man also noch etwas verändern, sagenhaft! Ich musste stolze 26 Jahre alt werden, um erstmals einige Gedanken zu meiner Lernmethodik anzustellen. Das Fazit? Ich glaube, die Kärtchen sind eine durchaus sinnvolle Investition in mein Humankapital. Schööön!

Nach so viel Bildung ist nun jedoch wieder Zeit für Perspektive.

Gestern Nachmittag verlor ich mich sodann in einer ausgedehnten Stadtwanderung in Mitte. Mein Weg führte mich zufällig zur Kunstruine Tacheles. Im Netz ist zu erfahren, dass das Tacheles über die Jahre seiner Existenz zu einem komplexen Gesamtkunstwerk gewachsen sei. "Dafür spricht, dass weit über Berlin hinaus das Kunsthaus Tacheles ein Symbol für die Situation des wiedervereinigten Berlins und den Aufbruch in eine frische, von merkantilen Gesichtspunkten weitgehend befreite künstlerische Gegenwart geworden ist. Das Kunsthaus Tacheles steht als Teil des Images eines neuen, um Profil ringenden, künstlerisch freien Berlins international deutlich da." (http://super.tacheles.de/cms/, 13.02.2010) Ich werde sicherlich bald einmal wieder dorthin fahren und mir eine Ausstellung ansehen.

Übrigens: Im Tacheles lief auf einer maroden Stereoanlage der Extended Mix von A Guy Called Gerald's legendärem 1995-Track "Energy" - mir kamen fast die Tränen ab der Symbiose von Musik und Ruine. Auch jetzt gerade höre ich sein Album "Black Secret Technology" und bereite mich auf ein neues Abtauchen in die Unterwelt Berlins vor. Heute Abend um Mitternacht spielt die Berliner Radau-Punk-Band PeaceBastard in einem besetzten Haus, dem Köpi.

Als Student der Stadtgeographie ist es nur zu naheliegend, eine Stadt möglichst wahrhaftig zu erfassen. Dazu reicht nicht die Lektüre mehr oder weniger anregender Literatur. Nein, all dies Wissen scheint zweifelsohne unvollständig ohne persönliche Erfahrungen in den für eine Stadt wie Berlin charakteristischen und essentiellen Milieus. Konklusion: Punk ist Forschung.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Viva Los Angeles

Kürzlich bekundigten sowohl mein Professor als auch ein Grünschnabel von einem Komillitonen einhellig, dass Los Angeles eine schreckliche Stadt, ja gar ein Unort sei. Welch Torheit, welch Narren! Eigentlich wollte ich aufs Schärfste protestieren und umgehend eine flammende Rede halten auf die Stadt der Engel. Nur mit Mühe zügelte ich meine Zunge und griff hastig und vor Erzürnung zitternd zum Tranquilizer in meiner Jackentasche.

Viel effektiver als eine tobende Ansprache von meiner Seite wäre ohnehin ein kollektiver Gang in den Bang Bang Club gewesen. Dort spielten nämlich gestern Abend die Local Natives, mein aktuelles Beweisstück "Numero Uno" für die Klasse von Los Angeles! Die Local Natives, eine Gruppe aus Silverlake, einem prächtigen Stadtteil von LA, sind eine Band wie sie (fast) nur aus Kalifornien kommen kann. Und das sehe nicht nur ich so: "Hugely melodic and drenched in harmonies that can only come from California (...)", sagen die Profis von Rough Trade London. Und dann erst die Percussions - fantastisch:



Nebenbei muss ich ergänzen, dass auch der Bang Bang Club als Musiklokal super ist: Ein kleiner, dunkler Raum zwischen Backsteinmauern und direkt unterhalb der S-Bahn-Trasse. Wenn die Band nicht spielt hört man das Scheppern der S-Bahn, welche über die Köpfe hinweg durch die verschneite Berliner Nacht gleitet. Und der Gin-Tonic kommt in einem Glas, das ich schon fast als Eimer bezeichnen würde...

Viva Los Angeles!